Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kunststoffgalvanik in Offenburg. Bild: Hansgrohe SE

Hansgrohe verbessert Nachhaltigkeitsleistung

Die Hansgrohe Group hat ihre Nachhaltigkeitsleistung 2025 weiter konsequent gesteigert. Zum zweiten Mal in Folge erhielt der Schwarzwälder Sanitärspezialist die EcoVadis-Platinmedaille und reiht sich mit einer Punktsteigerung von 83 auf 86 in die Top 1 Prozent der bewerteten Unternehmen ein. Eine Verbesserung gelang Hansgrohe auch im CDP-Klimaranking von B auf A-. Die Auszeichnungen unterstreichen: Hansgrohe setzt seine Nachhaltigkeitsstrategie wirksam um und erzielt substanzielle Fortschritte bei Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz.

Externe Bewertungen als Kompass

EcoVadis und CDP prüfen umfassend Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. „Unabhängige Ratings schaffen Vertrauen – bei unseren Partnern, unseren Kunden und in der gesamten Wertschöpfungskette. Sie machen Unternehmen weltweit vergleichbar und zeigen, wie konsequent wir uns weiterentwickeln”, erklärt Hans-Jürgen Kalmbach, CEO der Hansgrohe Group. „Für uns sind sie zudem ein Kompass – sie zeigen, wo wir als verantwortungsvolles Unternehmen weiter ansetzen können, um langfristig erfolgreich und zukunftsfähig zu bleiben.”

Klar auf Kurs bei den Klimazielen

Hansgrohe verfolgt wissenschaftlich fundierte Klimaziele, validiert durch die Science Based Targets Initiative: Bis 2030 sollen die direkten und indirekten Emissionen aus eigenen Standorten (Scope 1 und Scope 2) um 77,3 Prozent gegenüber 2021 reduziert werden. Für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette (Scope 3) gilt ein Reduktionsziel von 25 Prozent. Die Maßnahmen hierfür reichen von der Umstellung auf erneuerbare Energien über innovative, ressourcenschonende Produkte bis hin zur Einbindung der Lieferkette.

„Die größten Emissionen entstehen in der Nutzungsphase unserer Armaturen und Brausen“, so Hans Jürgen Kalmbach. Bis 2030 will das Unternehmen deshalb alle wasserführenden Produkte mit Technologien zur Wasser- und Energieeinsparung ausstatten.* „So ermöglichen wir Millionen Menschen, Ressourcen zu schonen – und leisten damit einen Beitrag zum globalen Klimaschutz.“

Ein weiterer Meilenstein ist der vollständige Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Quellen an allen Produktionsstandorten. 2025 nahm Hansgrohe zudem vier Photovoltaik-Anlagen zur Eigenversorgung in den Werken in Offenburg, Schiltach West, Bad Bentheim und Valjevo in Serbien in Betrieb.** Zusätzlich stellt das Unternehmen Heizsysteme schrittweise auf Wärmepumpen um, die mit Ökostrom betrieben werden. Damit reduziert Hansgrohe direkte Emissionen und stärkt seine Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Kreislaufwirtschaft und neue Materialien

Auch bei Verpackungen und Materialkreisläufen erzielt Hansgrohe Fortschritte: Seit Ende 2025 sind alle neu auf den Markt gebrachten Produktverpackungen plastikfrei – das spart allein in Deutschland jährlich rund 312 Tonnen Kunststoff. Am Standort Offenburg betreibt Hansgrohe seit 2024 eine weltweit einzigartige Recyclinganlage für verchromte Kunststoffbauteile. Sie entschichtet ABS-Kunststoffe und führt sie direkt der Produktion neuer Teile zu. Für dieses Projekt und die gesamte Nachhaltigkeitsstrategie erhielt Hansgrohe 2025 den Deutschen Preis für Nachhaltigkeitsprojekte.

* Zu den von Hansgrohe entwickelten Spartechnologien gehören z.B. EcoSmart – reduziert den Durchfluss bei Brausen und Armaturen für bis zu 60 Prozent weniger Wasserverbrauch, dadurch auch deutlich weniger Energie zum Erwärmen des Wassers; oder CoolStart – bei Hebelmittelstellung fließt ausschließlich kaltes Wasser, warmes Wasser wird nur bei bewusster Bewegung nach links zugeschaltet Ressourcenschonende Technologien im Badezimmer

** In Offenburg, Schiltach Werk West und Valjevo decken die Anlagen rund vier Prozent des Strombedarfs am Standort, in Bad Bentheim etwa 20 Prozent.

Über EcoVadis

EcoVadis ist einer der größten Anbieter von Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen. Bewertet wird, wie gut Nachhaltigkeitsprinzipien in Richtlinien, im täglichen Handeln und in der Berichterstattung verankert sind. Das EcoVadis ESG-Rating umfasst 21 ESG-Themen, die in vier Bereiche gegliedert sind: Umwelt, Arbeit und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Die Ergebnisse werden den Partnern als Scorecards zur Verfügung gestellt – entweder direkt über die EcoVadis-Plattform oder als Zertifikat ab einer bestimmten Punktzahl. Die EcoVadis-Medaillen basieren auf der relativen Leistung eines Unternehmens im Vergleich zu allen weltweit bewerteten Unternehmen. Für 2026 gelten: Top 35% = Bronze, Top 15% = Silber, Top 5% = Gold, Top 1% = Platin. The Global Standard for Resilient, Sustainable Supply Chains | EcoVadis

Über CDP

CDP (Climate Change) ist ein globales, gemeinnütziges System, das Unternehmen dazu ermutigt, umfassende Umwelt- und Klimadaten offenzulegen. Bewertet wird, wie gut ein Unternehmen klimabezogene Auswirkungen misst, steuert und darüber berichtet – darunter Themen wie Governance, Emissionbilanzierung, Zielsetzungen, Risikomanagement und Strategie. Die finalen Bewertungen werden einmal jährlich über die CDP-Plattform veröffentlicht und mit Stakeholdern geteilt. Unternehmen werden auf einer Skala von D‑ bis A bewertet, verteilt auf vier Leistungsstufen: Disclosure (D), Awareness (C), Management (B) und Leadership (A). Die besten Unternehmen werden auf der CDP A List ausgezeichnet.

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