Die neuen Räumlichkeiten des Pauline-Krone-Heims verbinden Privatheit und Gemeinschaft – mit barrierefreien Details und HEWI-Lösungen, die Komfort und Sicherheit unterstützen.
Im Rahmen der umfassenden Sanierung und Neugestaltung erhielt das Seniorenheim in Tübingen moderne Einzelzimmer mit eigenen Bädern. Ein neu angelegter Innenhof fungiert als geschützter Demenzgarten. Den Alltag von Bewohnenden und Personal gleichermaßen erleichtern durchdachte Raumorganisationen und eine barrierefreie Ausstattung. Die Lösungen von HEWI verbinden dabei Orientierung, Sicherheit und Gestaltung auf durchgängig hohem Niveau.
Das Gebäude aus dem Jahr 1984 liegt am Kreuzungspunkt Wilhelmstraße/Nordringstraße, außerhalb des Tübinger Stadtzentrums und ist von stark befahrenen Hauptverkehrsadern umgeben. FUCHS ARCHITEKTEN aus Esslingen waren für die Umsetzung in mehreren Bauabschnitten verantwortlich. In diesem Zuge wurde der Altbau umfassend und bei laufendem Betrieb saniert. Nicht mehr zeitgemäße Bauteile wurden zurückgebaut und die Außenhülle energetisch modernisiert.
Ein neu gestalteter zentraler Eingangsbereich verbindet die beiden U-förmig angeordneten Baukörper und schirmt den Innenhof nach außen ab. Martina Weber, Geschäftsführerin der Altenhilfe Tübingen gGmbH, hebt hervor: „Die Aufenthaltsqualität im Pauline-Krone-Heim ist erheblich gestiegen – für unsere Pflegegäste ebenso wie für unser Personal. Auch das neue Café trägt dazu bei.“ Drei Wohnetagen, ergänzt durch Verwaltungs- und Gemeinschaftsbereiche sowie ein technisches Untergeschoss, bilden die funktionale Struktur des Hauses.
Mehr Lebensqualität innen und außen
Im Mittelpunkt des architektonischen Konzepts stehen die Bedürfnisse der Bewohnenden. Martina Weber erläutert: „Der größte Mehrwert für unsere Pflegegäste sind die Einzelzimmer mit eigenem Bad und der geschützte Demenzgarten im Innenhof, der bepflanzt und mit Sitzbereichen gestaltet wurde. Dadurch wird die Lebensqualität enorm gesteigert und gleichzeitig sichere und entspannte Aufenthalte im Freien ermöglicht.“ Jede der drei Wohnetagen gliedert sich in kleine Wohngruppen, die Rückzug und Privatsphäre ebenso ermöglichen wie Begegnung und Gemeinschaft. Die straßenzugewandten Funktions- und Gemeinschaftsräume sind bewusst von den ruhigen Innenhof-Bereichen getrennt, sodass lärmbedingte Störungen minimiert werden. Funktions- und Gemeinschaftsräume orientieren sich zur Straße, während ruhige Innenhofbereiche Schutz und Geborgenheit vermitteln. So entstehen klare Raumbezüge und eine angenehme Balance zwischen Aktivität und Ruhe.
Wohnlichkeit und Orientierung
Aus der zweihüftigen Struktur des Bestands entwickeln sich auf jeder Ebene zentrale Küchen- und Aufenthaltsbereiche, die den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens bilden. „Neue Wohnbereichsküchen und Einzelzimmer schaffen mehr Normalität und Privatsphäre“, erläutert Weber. Auch für das Personal habe sich viel verbessert: „Umkleiden mit Duschen, WCs und Kleiderspinden wurden von den einzelnen Ebenen ins Erdgeschoss verlegt und komplett neugestaltet – die Räume sind modern und wohnlich und erleichtern den Arbeitsalltag spürbar.“ Holzoberflächen, abgestimmte Möbel und farblich akzentuierte Eingangsnischen fördern die Orientierung und tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei.
HEWI vereint Design mit Funktion
Für die neuen Räumlichkeiten wurden bewusst die barrierefreien Systeme von HEWI ausgewählt. „Die Lösungen im Universal Design erfüllen die Anforderungen aller Nutzergruppen und verbinden Funktionalität mit hohem gestalterischem Anspruch“, so Weber. Die Türdrücker der Serie 111, die Sanitärserie 477/801 sowie der modulare Waschtisch entsprechen der DIN 18040, sind ergonomisch, hygienisch und leicht zu bedienen. „Dank der flexiblen Planungssysteme konnten wir die Bäder gezielt auf die Bedürfnisse unserer Senioren ausrichten“, so Weber weiter. Die neuen Sanitärräume bieten Komfort und Sicherheit und entlasten zugleich das Pflegepersonal. „Die roten Türdrücker erleichtern unseren Bewohnenden die Orientierung und sind dabei auch optisch ein Gewinn“, ergänzt sie.
Energetik, Materialien und praktische Erfahrungen
Die energetische Sanierung des Seniorenheims erfüllt die Anforderungen des KfW-Programms 152 „Energieeffizient Sanieren“ und umfasst die Maßnahmen Fassadendämmung, Fenstererneuerung und Dachsanierung. FUCHS ARCHITEKTEN haben bei dem Projekt die Energieberatung und die energetische Begleitung durchgeführt. In den Innenräumen sichern langlebige und pflegeleichte Materialien die Funktionalität der Innenräume dauerhaft. „Wir haben unsere Pflegedienstleitungen intensiv eingebunden. Ihre Erfahrungen aus dem Alltag haben dazu beigetragen, dass die Zimmer, Dienstbereiche und Bäder praxisgerecht gestaltet wurden“, so Weber. Durch die klare Organisation und den Einsatz nutzerfreundlicher und barrierefreier Produkte wird die Lebensqualität der Heimbewohnenden gesteigert und der Alltag des Personals spürbar erleichtert.
Daten und Fakten
Projektname: Umbau und Sanierung Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen gGmbH
Adresse Projekt: Wilhelmstr. 87, 72074 Tübingen
Leitende ArchitektInnen:
Entwurf/Genehmigungsplanung: lenz.architekten bda, Stuttgart
Ausführungsplanung: rba Roger Baumeister Architekten, Wien
